WEISSER RING e. V.
Menü
Opfer-Telefon 116 006

Das Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS. Anonym. Bundesweit. Kostenfrei. Täglich 7 – 22 Uhr.

Beratung vor Ort

Persönliche Ansprechpartner einer Außenstelle des WEISSEN RINGS hören Ihnen zu und geben Rat.

Onlineberatung

Die Mailberatung des WEISSEN RINGS. Anonym. Bundesweit. Kostenfrei.


Kriminalität im Netz

Jeder zweite Internetnutzer wurde laut einer Studie schon einmal Opfer von Kriminalität im Netz. Ob Erpressung mit blockierten Daten, Betrug beim Online-Shopping, Identitätsmissbrauch, Phishing, Cybergrooming sowie RFID-Betrug oder Cybermobbing - Taten im Web haben handfeste Auswirkungen auf Opfer. Neben finanziellen Schäden sind es die psychischen Folgen unter denen die Betroffenen leiden. Sie schämen sich, fühlen sich machtlos oder nicht ernstgenommen.

Foto: pixabay/fancycrave1


Sicher online informiert sein

Wer sich informiert, kann auf verdächtige Aktivitäten im Web achten und sich schützen. Wo findet man Hilfe? Was kann man tun? In unserer Broschüre zum Thema Internetkriminalität bieten wir Präventionstipps und Hilfestellungen an.


Cybermobbing
Und was du dagegen tun kannst...

Cybermobbing meint das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe des Webs oder Mobiltelefons. Es ist wie ein Sturm: Die verletzenden Kommentare prasseln rund um die Uhr auf die Opfer ein. Oft bleiben diese Beschimpfungen nicht im Netz sondern weiten sich in den Alltag aus.

Wer Opfer wird, muss das nicht hinnehmen❗ Beleidigung, Verleumdung und Bedrohung können als Bestandteil des Mobbings einen Straftatbestand darstellen. Lesen Sie hierzu mehr auf unserer Seite  zum Cybermobbing.

Wir weisen darauf hin, dass bei Aktivierung Daten an YouTube übermittelt werden.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=mOq_bwi3rd8

 

Sie möchten unterstützen? Sie können zum Beispiel mit unseren Freianzeigen auf Internetkriminalität aufmerksam machen.


Tipps gegen Phishing

Der englische Begriff Phishing ist ein Kunstbegriff, der sich aus den englischen Wörtern „fishing“ und „password“ zusammensetzt, also sinngemäß mit „nach Passwörtern fischen“ übersetzt werden kann. Dabei haben es aber Kriminelle nicht nur auf Passwörter abgesehen, sondern auch auf andere sensible Daten, wie Konto- oder Kreditkarteninformationen.

 

Das Vorgehen beim Phishing ist relativ einfach: Über gefälschte E-Mails im Namen seriöser Kreditinstitute  werden die Mailempfänger aufgefordert einem Link zu folgen. Die Weiterleitung erfolgt auf eine meist täuschend echt wirkende Nachahmung der eigentlichen Bankenhomepage. Auf dieser Seite werden Sie aufgefordert aus Sicherheitsgründen, zum Datenabgleich oder anderen Vorwänden, Ihre Bankdaten oder Passwörter einzugeben. Diese landen anschließend jedoch bei Betrügern, die die "gefischten" Daten zum Missbrauch und zur Schädigung der Opfer nutzen. Konkrete Präventionstipps zu Phishing per SMS finden Sie hier


KONKRETE VERHALTENSTIPPS

  • Nutzen Sie den „gesunden Menschenverstand“: Bei unbekanntem Absender, Rechtschreibfehlern, unbekannter Aufforderung zur Zahlung oder Mahnung, unbekanntem Link oder E-Mail-Anhang sowie unbekannter Weiterleitung – auf solche Nachrichten nicht antworten und keine Dateianhänge oder Links öffnen!
  • Auch bei unangekündigten Dateianhängen von bekannten Absendern nicht gleich öffnen, sondern gegebenenfalls beim Mailkontakt nachhaken, ob der Anhang vom Versender stammt. Lieber einmal zu viel gefragt, als einmal zu wenig.
  • Achten Sie auf eine sichere Verbindung zum Browser: Neben dem https:// ist auch das Schlosssymbol in der Adressleiste ein Hinweis auf eine sichere Verbindung. Ist es geschlossen ist die Internetverbindung gesichert, ist es hingegen geöffnet, besteht keine sichere Verbindung.
  • Vertraulichen Daten (PINs, TANs, Passwörter usw.) werden von seriösen Banken grundsätzlich nicht per E-Mail, Telefon oder Post bei Ihnen abgefragt. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihre Bank.
  • Veränderungen im Ablauf des Online-Bankings sollten Sie misstrauisch machen. Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Verlauf innerhalb des Online-Banking an. Sollte Ihnen etwas seltsam vorkommen, beenden Sie die Verbindung und versuchen Sie es erneut.
  • Melden Sie sich beim Beenden Ihrer Onlinebanking-Geschäfte ab. Schließen Sie nicht bloß das Browserfenster. Wechseln Sie vor Ihrer Abmeldung nicht auf eine andere Internet-Seite.
  • Kontrollieren Sie Ihr Konto. Sollten Sie hierbei Auffälligkeiten feststellen, können Sie schnell reagieren, Ihre Bank informieren und das Konto gegebenenfalls sperren lassen.


Geldkarten gegen Auslesen schützen

Schnell, modern, unkompliziert: Immer häufiger bieten Geschäfte das sogenannte kontaktlose Bezahlen mit Giro- oder Kreditkarten an. Aber das Zahlen im Vorbeigehen birgt auch Risiken. Kriminelle können diese Technik missbrauchen, um die Bankkarten mit Ihren Daten auszulesen.

Spezielle Kartenhüllen können aber davor schützen. Beim kontaktlosen Bezahlen hält der Kunde zum Zahlen nur noch seine dazu fähige Geldkarte an ein Lesegerät an der Kasse. So kann er seinen Einkauf schnell bezahlen, ohne die Geheimnummer einzugeben oder auf dem Beleg zu unterschreiben.

Möglich ist das durch einen sogenannten RFID-Chip. Die Abkürzung RFID steht für „Radio Frequency Identification". Damit ist die Identifizierung mittels elektromagnetischer Wellen gemeint. RFID-Chips gibt es nicht nur in Bankkarten. Sie werden auch in Fahrkarten, bei kontaktlosen Türöffnern und in Dokumenten wie dem elektronischen Reisepass verwendet.

Diese Technik kann aber Sicherheitslücken aufweisen. Und an diesen setzt der elektronische Taschendiebstahl der modernen Art an: Versierte Kriminelle können mithilfe spezieller Geräte oder Handy-Apps die Bankkarten auslesen, wenn sie nah genug an das Opfer herankommen. An die Hand- oder Jackentasche gehalten, zum Beispiel an der Kasse oder auf der Rolltreppe, können die Daten der Geldkarte erfasst werden.

Mit freundlicher Genehmigung: https://rfid-schutz.org


Bankdaten schützen

Ob man eine Kredit- oder EC-Karte besitzt, die zum kontaktlosen Bezahlen geeignet ist, erkennt man an einem wellenförmigen Symbol auf der Karte. Bei den meisten Karten kann die Übertragungsfunktion von der Bank deaktiviert werden. Wer auf die kontaktfreie Zahlfunktion nicht verzichten möchte, kann sich durch spezielle RFID-Hüllen schützen. Die Schutzhüllen verhindern die Funkverbindung und schirmen die Karten vor Auslesegeräten ab.

Erhältlich sind solche Hüllen zum Beispiel bei Banken. Wichtiger Hinweis: Aktuell können über den WEISSEN RING keine Hüllen mehr bezogen werden.